Yoga


Yoga für Mädchen im Kindertreff im Jugendzentrum WestWerk

„Yoga fühlt sich so schön im Bauch an.“ So beschreibt Gole das, was sie beim Kinderyoga erlebt.

Jeden Freitag kommen die sechs Mädchen im Alter von sieben bis zehn Jahren aufgekratzt zum Kurs ins Jugendzentrum. Sofort werde ich mit Fragen überhäuft. Was machen wir heute? Welche Mantras singen wir? Können wir das von letzter Woche nochmal machen? Die Entspannungsübungen zum Schluss sind besonders beliebt.

Dann müssen sie erst mal „im Raum ankommen“ und zur Ruhe finden. Wenn ich zum Anfangsritual die Klangschale anschlage, schließen die Mädchen die Augen und konzentrieren sich darauf, dem Klang solange wie möglich zu lauschen. Nach dieser kurzen Übung sind sie mit ihrer Aufmerksamkeit ganz beim Yoga.

Alle Mädchen hatten bereits von Yoga gehört und waren schon zu Kursbeginn sehr motiviert. Wie leicht es ihnen fiel, einen Zugang zu den Übungen (Körperübungen, Atemübungen und Meditationen) zu finden und  wie sie mittlerweile alles in sich „aufsaugen“, was ich ihnen anbiete, ist für mich dennoch überwältigend.

Jedes Mal wird mir wieder verdeutlicht, dass Yoga so viel mehr ist als Körpertraining. Die ganzheitliche Wirkung von Yoga wurde in zahlreichen wissenschaftlichen Studien nachgewiesen.

Die Förderung der Konzentrationsfähigkeit, das Entdecken physischer und psychischer Stärken sowie die Zunahme von Mitgefühl und Selbstfürsorge stehen für mich bei der Planung der Yogastunden im Fokus. Diese Themen versuche ich den Mädchen mit Spaß und Leichtigkeit zu vermitteln.

Die Freude am Yoga, die sie entwickeln, ist wie ein Samenkorn, das im Laufe ihrer Entwicklung aufblühen wird und für sie zu einem wertvollen Instrument werden kann, um den Herausforderungen des Lebens zu begegnen. Davon bin ich überzeugt.

Ghazala El Darwich

(Kinderyoga – Kursleiterin)