culture on the road

Jugendkulturen sind aufregend, kreativ und in der Regel bunt, nicht braun, auch wenn immer häufiger in den verschiedensten Jugendkulturen rechtsextreme und rassistische Einsprengsel sichtbar werden. In diesem Spannungsfeld bewegt sich das Projekt „Culture on the Road”. Es setzt bei dem an, was Jugendliche interessiert: Musik, Mode, die Freizeitwelt. Es lässt sie für einige Stunden an der Faszination der Szenen teilhaben und das eigene kreative Potential austesten, thematisiert aber auch die Schattenseiten der jugendkulturellen Lebenswelten.

Culture on the Road ist das Konzept für einen oder mehrere „mobile“ Projekttage, die seit 2002 bundesweit in Schulen, Ausbildungsstätten und Jugendhäusern veranstaltet werden. Politische Bildung über Rechtsextremismus, Rassismus und andere menschenverachtende und intolerante Einstellungen auch unter Jugendlichen und in Jugendkulturen wird mit Informationen über die Geschichte und Wurzeln der Jugendkulturen verbunden. Szeneangehörige vermitteln lebensnah Ideen und Hintergründe, Stile und Ausdrucksformen ihrer Jugendkulturen. Die Schüler/innen haben in zahlreichen Workshops selbst die Gelegenheit, Elemente der verschiedenen Jugendszenen auszuprobieren. Wir bringen DJ-Anlagen, Mikrophone, Sprühdosen, Musik und Skateboards mit.

Das Culture-on-the-Road-Team setzt sich aus Fachleuten der politischen Bildung und Vertreter/innen unterschiedlicher Jugendszenen zusammen:

HipHop, Reggae/Dancehall, Skaten, Techno, Gothic, Punk, Hardcore, Emo, Heavy Metal, Streetdance, Skinheads und viele mehr.

Die fortlaufend qualifizierten Szeneangehörigen verfügen über ein profundes Wissen zu ihrer eigenen und den anderen relevanten Jugendkulturen sowie zum Themenkomplex Rechtsextremismus/Rassismus. Als authentische Vorbilder stehen sie außerdem für Toleranz, Gewaltfreiheit und Gleichberechtigung. Jugendliche mit Migrationshintergrund bilden einen bedeutenden Teil des Teams.

Culture on the Road richtet sich an Jugendliche ab 14 Jahren und erwachsene Multiplikator/innen. Wir arbeiten mit bis zu 300 Schüler/innen an einem Tag. Parallel zu dem Programm für Jugendliche bieten wir für Lehrer/innen, Sozialarbeiter/innen, Erzieher/innen, engagierte Eltern und entsprechende Initiativen sowie kommunalpolitische Entscheidungsträger/innen Fortbildungen an. Durch eine Vielzahl an Kooperationen mit lokalen Initiativen, Schulen, Ausbildungsstätten, Gemeindezentren und Jugendklubs entsteht ein Netzwerk mit regionalen und überregionalen Akteur/innen, die sich aktiv für Toleranz einsetzen.

Ziel ist es, jugendkulturelle Vielfalt fundiert und authentisch zu vermitteln, das Bewusstsein für politische Themen zu schärfen, tolerante Haltungen zu unterstützen und einen Beitrag zur Gewalt- und Rechtsextremismusprävention zu leisten.

(Quelle:  http://www.culture-on-the-road.de/konzept.html)