Der Verein für Jugendhilfe ist im Jugendzentrum WestWerk für die offene Kinderarbeit, Mädchenarbeit und Eltern-Kind–Arbeit zuständig.

Das Zentrum liegt in einem Stadtteil, indem unterschiedliche soziale Gruppen und Kulturen, Lebensstile und Generationen aufeinander treffen . Diese Vielfalt wird auch in das Zentrum hineingetragen und spiegelt sich im Leben, der Nutzung und den Angeboten des Treffs.
Es bestehen pädagogische Angebote für Kinder, Mädchen, Jungen und Eltern.

Der Kinderbereich ist ein Spiel-, Lern- und Erfahrungsraum für Kinder. In der Arbeit gelten folgende Schwerpunkte:

  • Orientierung an den Bedürfnissen und den Lebenssituationen der Kinder und Familien im Stadtteil;
  • ein breites Spektrum von Angeboten sorgt dafür, dass Kinder verschiedener Altersstufen, Kulturen und gesellschaftlicher Gruppierungen sich heimisch fühlen;
  • geboten wird ein Ort der Begegnungen mit anderen Kindern und anderen Kulturen;
  • Kinder werden angeregt, sich über verschiedene kreative und künstlerische Ausdrucksformen aktiv mit ihrer (Um-) Welt auseinandersetzen;
  • Unterstützung für Kinder und Familien in ihrer persönlichen und sozialen Lebenssituation;
  • Einflussnahme auf die Gestaltung kindgerechter Spiel- und Erfahrungsräume gleichermaßen im Zentrum und Stadtteil.

Kernstück des Kinderbereichs ist der OFFENE KINDERTREFF für Kinder im Alter von sechs bis 12 Jahren. Offen bedeutet in diesem Zusammenhang, dass die Kinder den Treff während der Öffnungszeiten besuchen können, ohne sich auf einen bestimmten Zeitpunkt oder eine regelmäßige Teilnahme festlegen zu müssen. Die Kinder entscheiden sich selbst, ob und wann sie kommen und gehen, und an welchem Angebot sie teilnehmen.
Die Kinder werden durch die vielfältig gestaltete Raumstruktur und Materialausstattung zu selbstständigem Tun und Spiel angeregt. Der Kindertreff umfasst einen Spielbereich und einem Mädchenraum.
Angeleitete Jungengruppen treffen sich einmal die Woche im Spielbereich.
Der Mädchenraum steht den Mädchen während der gesamten Öffnungszeit zur Verfügung. Neben dem “offenen Mädchentreff” finden zeitversetzt und nach dem Alter aufgeteilt Mädchengruppen statt.
In den Mädchengruppen werden mädchenspezifische Kurse oder Projekte aus den Bereichen Kunst und Kreatives, Kochen, Theater, Computer, Selbstverteiligungskurse u.v.m. angeboten.
Die thematischen Angebote im Kindertreff erfordern auch eine angemessene Vorbereitung, um den Erwartungen und Wünschen der Kinder gerecht zu werden.

ARBEIT MIT KINDERN UND MÄDCHEN AUS MIGRATIONSFAMILIEN Ein weiterer und wichtiger Bestandteil ist die Arbeit mit Kindern und Mädchen aus Migrationsfamilien. Durch eine einjährige Fortbildung der Mitarbeiterin zur Migrationsfachfrau tragen wir diesem Bildungsziel der interkulturellen Kompetenz Rechnung.

Eine gute Zusammen- und Netzwerkarbeit mit sozialen Einrichtungen der Stadt Osnabrück, die sich mit dem Thema Migration, Aufenthaltsstatus, Abschiebung und Duldung, auseinandersetzen ist die Grundvorraussetzung. Zum Netzwerk gehören neben den öffentlichen Einrichtungen, auch Vereine wie Exil, Femme und das Aktive Netzwerk von/für/mit Migrantinnen.


ELTERN – KIND – ARBEIT

Unter der Leitung einer Dipl. Pädagogin findet eine Eltern Kind Gruppe statt. Häufig stehen junge Eltern besonders in den ersten Lebensjahren ihres Kindes vor neuen Situationen, die sie verunsichern. Es ist nicht einfach, das Baby zu verstehen und auf seine Bedürfnisse einzugehen. Auch in der neuen Elternrolle muss man sich zurechtfinden. Der persönliche Umgang mit dem Baby und die ungewohnten Belastungen als Eltern und als Paar können in der Gruppe besprochen werden. Sich den Bedürfnissen des Kindes zuzuwenden und ihm bei der Entdeckung seiner Umwelt zu helfen, ist ein Thema.

Kinder brauchen Spiel-, Lern- und Erfahrungshorizonte, die sie ermutigen, sich – in welchen Formen auch immer – auszudrücken, Neues kennenlernen und selbst schöpferisch tätig werden.